Erfahre das Wichtigste zu diesem spannenden Beruf und was der Lernende Jeremy Grlj im Interview dazu sagt.
Du konzipierst, entwickelst und erstellst Anwendungen für den alltäglichen Informationskonsum online und über TV. Dem bestmöglichen Nutzererlebnis verpflichtet, verfügst du über ein breites Fachwissen, viel Gestaltungserfahrung und weit reichende Informatikkenntnisse. In der Herstellung von Online-Medienerzeugnissen übernimmst du als Teammitglied wichtige Aufgaben in der Gestaltung und Weiterverarbeitung.
Interactive Media Designer entwerfen und verarbeiten digitale Medien, die mit Nutzern interagieren und dynamisch Informationen bereitstellen. Sie entwickeln dafür kreative Konzepte, Designs und Funktionen, helfen mit bei der Formulierung und Erstellung von Inhalten und machen sie über Computer, Tablets, Smartphones usw. nutzbar. Darüber hinaus stellen Interactive Media Designer mit professionellen Programmen 2D- und 3D-Animationen her, produzieren Video- und Bildinhalte und verarbeiten Tonaufnahmen. Vielseitige Informatikkenntnisse machen zudem die Konzeption und Umsetzung von Online-Werbemitteln möglich.
Die Einsatzmöglichkeiten von Interactive Media Designern reicht von Druckereien über Grossfirmen mit eigener Kommunikationsabteilung bis zur Werbeagentur. Je nach Arbeitgeber und Funktion bist du Teil eines grossen Teams und arbeitest eng mit angrenzenden Fachbereichen aus den Zukunftsberufen zusammen.
Du hast künstlerisch-gestalterisches Flair, bist kreativ und arbeitest gerne in Teams. Du verfügst über technisches Verständnis, eine gute Auffassungs- und Kombinationsgabe und ein Gespür für Kommunikation und Sprache. Du lernst gerne, bist immer offen für Neues und freust dich über selbstständiges Arbeiten. Mitbringen solltest du eine abgeschlossene Sekundarschule, mittleres bis oberes Niveau mit guten Noten in den in den naturwissenschaftlichen und musischen Fächern und in Mathematik.
Interactive Media Designer EFZ mit 4 Jahren Lehre: Die Praxis erlernst du in deinem Lehrbetrieb (3–4 Tage pro Woche). Zusätzliches theoretisches Wissen, das für deinen Beruf nötig ist, wird dir in der Berufsfachschule vermittelt (1–2 Tage pro Woche). In überbetrieblichen Kursen (ÜK) werden dir zudem wichtige Grundlagen und Fähigkeiten beigebracht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Ausbildung mit der Berufsmittelschule BMS in gestalterischer oder technischer Richtung zu ergänzen.
Interactive Media Designer werden in vielen Wirtschaftszweigen benötigt. Zudem bieten sich vielseitige Entwicklungs- und Zugangsmöglichkeiten sowohl zur Höheren Berufsbildung als auch zur Hochschulstufe: Dipl. Publikationsmanager/in; Dipl. Geschäftsführer/in; Dipl. Gestalter/in HF; Interaction Design Medieningenieur/in FH; Studium an Kunsthochschulen
Zukunftsberufe im Vergleich
Weiterbildungsangebot Zukunftsberufe
Techno-Polygraf/Techno-Polygrafin EFA
Betriebsfachmann/-frau Druck- und Verpackungstechnologie EFA
Druckkaufmann/-frau EFA
Spezialist/Spezialistin Printmedienverarbeitung EFA
Korrektor/Korrektorin EFA
Publikationsmanager/-in ED
www.medien-macher.ch
www.viscom.ch
Jeremy: «Der Interactive Media Designer ist ein neuer Beruf. Nach meiner Ansicht ist er verwandt mit dem Polygraf und mit dem Grafiker – also mit viel Gestaltung und Layout. Er ist aber im Gegensatz zu diesen ausschliesslich nur digital. Man könnte auch sagen, dass er eine Mischung ist aus Polygraf und Informatiker. Dabei kommt es wohl auch auf den Lehrbetrieb an, was der Interactive Media Designer im Alltag so macht. Das geht von Websites über Newsletters und 3D-Design bis hin zu Animationen.»
«Dass er eine Wahl für die Zukunft ist. Die Industrie bewegt sich immer mehr Richtung Online-Medien, während die gedruckten Medien womöglich noch an Bedeutung verlieren.»
«Nun ja, ich befasse mich schon seit längerem mit den Medienberufen. Für mich ist diese Entwicklung schon sehr sichtbar.»
«Ich habe mich schon immer für Technik interessiert. Ich wollte deshalb eigentlich mal Informatiker werden. Zunächst habe ich erfolglos eine Lehrstelle als Informatiker gesucht. Bis ich herausfand, dass ich eher gestalterisch begabt bin. Glücklicherweise bin ich dann dem Interactive Media Designer begegnet. Da ich mich gleichermassen für die Erstellung und die Gestaltung von Websites interessiere, hat mir dies sogleich entsprochen. Dann habe ich noch den Interactive Media Designer mit dem Mediamatiker verglichen und festgestellt, dass Mediamatiker für meine Verhältnisse etwas zu viel Informatik und Geschäftskunde hat.»
«Ja genau.»
«Ich habe schon immer sehr gerne gezeichnet. In der Schule war das auch eines meiner starken Fächer. Ich fühle mich zugleich auch immer von schönem Design angezogen. Insbesondere von gut gestalteten Websites.»
«Wenn ich nicht am Fussball spielen bin oder etwas auf Netflix schaue, beschäftige ich mich gerne mit Webdesign und -programmierung.»
«Ja. Ich kann schon recht viel selbstständig und praktisch machen, bin im Betrieb an kleineren Projekten mit dabei. Auch wenn ich noch nicht selber programmieren kann, so kann ich mich zumindest schon in der Gestaltung mit einbringen. Ausserdem habe ich schon ein paar Animationen selber gemacht.»
«Eigentlich nichts. Vielleicht Telefonanrufe entgegennehmen. Das liegt mir nicht besonders. Doch dafür ist der Interactive Media Designer sehr abwechslungsreich.»
«Vielen Dank.»
