Deadlines, E-Mail Flut, Multitasking und ständige Erreichbarkeit: Der kaufmännische Beruf kann ganz schön stressig sein. Hier erfährst du, wie du Stress erkennst, vorbeugst und gesund damit umgehst.
Der kaufmännische Bereich hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Digitalisierung, schnellere Kommunikation und höhere Erwartungen haben den Druck erhöht. Viele KV Lernende und Berufstätige berichten von folgenden Stressfaktoren:
Gutes Zeitmanagement ist im kaufmännischen Bereich Gold wert. Mit den richtigen Methoden behältst du den Überblick und reduzierst das Gefühl, von Aufgaben erschlagen zu werden.
Teile deine Aufgaben in vier Kategorien ein:
Sofort erledigen. Beispiel: Deadline heute, dringender Kundenanruf.
Planen und einplanen. Beispiel: Weiterbildung, langfristige Projekte.
Delegieren wenn möglich. Beispiel: Routine E-Mails, unwichtige Meetings.
Streichen oder verschieben. Beispiel: Ablenkungen, zeitfressende Nebensächlichkeiten.
Arbeite 25 Minuten fokussiert, dann 5 Minuten Pause. Nach vier Durchgängen eine längere Pause. So bleibst du konzentriert und vermeidest Erschöpfung.
Prüfe E-Mails nur zu bestimmten Zeiten (z.B. 9 Uhr, 12 Uhr, 16 Uhr). Schalte Benachrichtigungen aus und widme dich dazwischen konzentriert deinen Aufgaben.
Nimm dir jeden Morgen 5 Minuten, um den Tag zu planen. Am Freitag 10 Minuten für die Wochenvorschau. Schriftlich festhalten erhöht die Verbindlichkeit.
Du musst nicht jede Zusatzaufgabe annehmen. Kommuniziere freundlich, aber klar, wenn dein Teller voll ist. Priorisiere mit deinen Vorgesetzten gemeinsam.
Auch im hektischen Büroalltag gibt es Möglichkeiten, kurz durchzuatmen. Diese Techniken lassen sich diskret am Arbeitsplatz anwenden und helfen, akuten Stress abzubauen.
Diese einfache Atemtechnik beruhigt das Nervensystem in weniger als einer Minute:
Neben akuten Massnahmen ist es wichtig, langfristig für deine mentale Gesundheit zu sorgen. Diese Strategien helfen dir, resilienter gegenüber Stress zu werden.
Im Home Office oder mit dem Smartphone in der Tasche verschwimmen die Grenzen schnell. Aber genau diese Grenzen sind wichtig für deine Erholung.
Sport und Bewegung sind wissenschaftlich belegte Stresskiller. Sie bauen Stresshormone ab und setzen Endorphine frei. Du musst kein Leistungssportler werden. Schon regelmässige Spaziergänge, Velofahren oder eine Yoga Einheit machen einen Unterschied.
Gespräche mit Freunden und Familie helfen, Stress zu verarbeiten. Manchmal reicht es schon, sich auszutauschen und zu merken, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist.
Wenn Stress über längere Zeit anhält und du merkst, dass die üblichen Strategien nicht mehr helfen, ist es ein Zeichen von Stärke, professionelle Unterstützung zu suchen. Das kann ein Gespräch mit der Berufsberatung sein, ein Coaching oder bei anhaltenden Beschwerden auch eine Therapie.
Wenn du merkst, dass Stress dich dauerhaft belastet und klassische Entspannungsmethoden nicht mehr ausreichen, kann professionelle Begleitung helfen. Methoden wie Stressbewältigung durch Hypnose haben sich als wirksam erwiesen, um tiefliegende Stressmuster aufzulösen.
Weitere Anlaufstellen sind:
Mit den richtigen Strategien kannst du lernen, auch in hektischen Zeiten gelassen zu bleiben. Fang heute an, eine Methode auszuprobieren.
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Körperliche Aktivität
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Wichtig und dringend
Wichtig, aber nicht dringend
Dringend, aber nicht wichtig
Weder wichtig noch dringend
Pomodoro Technik
E-Mail Zeiten festlegen
Tages und Wochenplanung
Nein sagen lernen
- Informationsflut: Dutzende E-Mails täglich, Teams Nachrichten und Telefonanrufe gleichzeitig
- Multitasking: Mehrere Aufgaben parallel erledigen, ständige Unterbrechungen
- Zeitdruck: Enge Deadlines, Monatsabschlüsse, Berichtstermine
- Erreichbarkeit: Die Erwartung, immer sofort zu antworten
- Doppelbelastung: Für Lernende: Betrieb, Berufsschule und Prüfungsvorbereitung unter einen Hut bringen
- Progressive Muskelentspannung: Spanne einzelne Muskelgruppen für 5 Sekunden an und lass dann los. Gut für Schultern und Nacken.
- Kurzer Spaziergang: Schon 5 Minuten an der frischen Luft können Wunder wirken.
- Augenentspannung: Schau alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas, das 20 Meter entfernt ist (20 20 20 Regel).
- Bewusster Kaffee: Trink deinen Kaffee einmal ganz bewusst, schmecke ihn, spüre die Wärme.
- Definiere klare Arbeitszeiten und halte sie ein
- Schalte Arbeits E-Mails auf dem Handy nach Feierabend stumm
- Schaffe Rituale für den Feierabend (z.B. Spaziergang, Musik hören)
- Nimm deine Pausen ernst, sie sind kein Luxus, sondern notwendig
- Berufsbildende: Dein Ausbildner oder deine Ausbildnerin kann oft schon helfen, Arbeitsbelastung anzupassen
- Kaufmännischer Verband: Der kfmv bietet Beratung und Rechtsschutz für KV-Lernende und Berufstätige
- Betriebliche Beratung: Viele grössere Firmen haben interne Ansprechpersonen
- Pro Juventute (für unter 25 Jährige): Telefon 147, kostenlos und anonym
- Dargebotene Hand: Telefon 143, rund um die Uhr erreichbar
- Atme durch die Nase ein und zähle dabei bis 4
- Halte den Atem an und zähle bis 7
- Atme langsam durch den Mund aus und zähle bis 8
- Wiederhole den Zyklus 3 bis 4 Mal
«Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.»
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